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Von wegen brandneuer Geheimtipp: In Mexiko kennt man Chia-Samen schon seit rund 5.000 Jahren. Was die Kultkörner wirklich können, verrät unsere Warenkunde.

Das sollten Sie über Chia-Samen wissen

Superfood, Abnehmwunder, Eiweißbombe: All das und vieles mehr sagt man Chia-Samen nach, um die sich nicht nur bei Veganern neuerdings eine Art Kult entwickelt. Fakt ist: Einige der angeblich sensationellen Eigenschaften zeichnen Chia-Samen tatsächlich aus, andere werden eher übertrieben (siehe unten). Trotzdem lohnt es sich auf jeden Fall, die bei uns noch neuen Samen der zu den Lippenblütlern zählenden Chia-Pflanze mal zu probieren.

Geschmack: Chia-Samen schmecken neutral.

Herkunft & Geschichte: Chia-Samen (Salvia hispanica. L., Lamiaceae) stammen aus Mexiko und zählen zur Familie der Lippenblütler. Der Samen wächst an einjährigen krautigen Pflanzen mit blauen Blüten die zur Gattung der Salvia (Salbei) zählen. Die ursprüngliche Heimat von Chia-Samen liegt Mexiko, Süd- und Mittelamerika. In den Anden-Ländern sind Chia-Samen bereits seit etwa 5.000 Jahren bekannt und beliebt; schon die legendären Maya setzten sie als Lebens- und Heilmittel ein und gaben ihnen den Namen: „Chia“ hieß in der Maya-Sprache so viel wie „Kraft“.

Besonders beliebt ist in den Herkunftsländern eine Art Energy-Drink namens „Iskiate“ aus Chia-­Samen, die man in Frucht­ oder Gemüsesaft einrührt und 10 Minuten quellen lässt.

Saison: Chia-Samen kann man das ganze Jahr über kaufen.

Wie gesund sind eigentlich Chia-Samen?

Chia-Samen haben den Ruf, speziell beim Abnehmen zu helfen. Wirklich nachvollziehbar ist das aber nicht, denn Kalorien- und Fettgehalt sind hoch. Allenfalls könnte der Anteil an Ballaststoffen den Appetit und Hunger auf natürliche Art zügeln; er ist aber ungefähr genauso hoch wie auch bei Leinsamen.

Überhaupt ähneln sich die für die Gesundheit günstigen Eigenschaften von Chia-Samen und Leinsamen: Auch Chia-Samen fördern eine gute Verdauung und können Giftstoffe im Körper binden. Allerdings enthalten Sie reichlich Kohlenhydrate, sind also für eine Low-Carb-Ernährung nicht unbedingt erste Wahl.

Wirklich überlegen sind Chia-Samen bei ihrem Gehalt an Vitamin E: In 100 g stecken satte 2900 mg des für den Zellschutz und das Immunsystem so wichtigen Vitamins. Beachtlich ist außerdem der Kalziumgehalt in Chia-Samen, der ungefähr drei Mal so hoch ist wie bei der gleichen Menge Milch.

Auch die Fettsäuren-Bilanz fällt zugunsten von Chia-Samen aus: Sie liefern besonders hohe Mengen der für Herz, Kreislauf und Gehirn günstigen Omega-3- und Omega-6-Säuren.

Für alle, die Klebereiweiß schlecht vertragen, haben Chia-Samen zudem einen weiteren Vorteil: Sie sind frei von Gluten.

Nährwerte von Chia-Samen pro 100 g
Kalorien 440
Eiweiß 21 g
Fett 31 g
Kohlenhydrate 49 g
Ballaststoffe 33 g

Einkaufs- und Küchentipps für Chia-Samen:

Einkauf: Chia-Samen bekommen Sie im Bio-Laden, in manchen Drogeriemärkten und im Internet. Die Preise sind relativ hoch und variieren von 9-15 Euro für 500 g.

Lagerung: In einer luftdichten Verpackung wie Dose oder Schraubglas halten sich Chia-Samen bei dunkler, kühler Lagerung sehr lange.

Vorbereiten: Wer Chia-Samen pur essen möchte, weicht sie einige Stunden – am besten über Nacht – in Wasser ein.

Zubereitungstipps für Chia-Samen

Chia-Samen können Sie genau wie Leinsamen verwenden. Sie peppen z.B. Müsli, Brot und Kuchen oder andere Backwaren, Joghurt gerührt oder Salate auf.

Viele mögen Chia-Samen auch gern als Milchmix oder Smoothie: Einfach 1-2 TL Chia-Samen mit Milch oder einer veganen Milchalternative bzw. Fruchtsaft verrühren und quellen lassen, bis die Flüssigkeit sämig wird. Noch mal durchrühren und trinken.

Außerdem lässt sich aus Chia-Samen eine Art Gel herstellen, das man besonders gut dosieren und ohne Wartezeit einsetzen kann: 1 Teil Chia-Samen mit 2 Teilen Wasser verrühren, in ein fest verschließbares Gefäß geben und im Kühlschrank quellen lassen. Dort hält sich die gelartige Masse ca. 1 Woche und kann esslöffelweise zum Mixen, binden und anreichern von Drinks, Suppen usw. verwendet werden.

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