Vom Seelenfrieden sind wir normalerweise weit entfernt. In unserem Alltag regiert die Hektik. Wir alle (oder die meisten von uns) wollen den Erfolg, streben nach einem besseren und sicheren Leben. Dazu gehört vor allem eines: Arbeit. Schliesslich brauchen wir Geld, um Haus, Wohnung, Auto und das Leben überhaupt bezahlen zu können. Dabei passiert es leicht, dass uns ein Übermass an Arbeit den Blick auf das Wesentliche verstellt.

Privatleben, Freunde, Hobbys- für all das hat man kaum Zeit. Längere Urlaube sind ohnehin ein Gräuel. „So ohne Arbeit, ohne Aufgabe- wozu muss ich mich länger als eine Woche ausruhen?“ diese Antwort gibt man dann gern, wenn andere von drei Wochen Erholungsurlaub berichten.

Wir müssen es nicht so weit kommen lassen, dass uns äussere Umstände zum Innehalten zwingen. Sich regelmässige Auszeiten nehmen, um der eigenen Befindlichkeit nachzuspüren, ist einfach- es hilft, unabhängig von allem Handeln und Tun, „bei sich“ zu bleiben.

Solche Auszeiten können kleine Pausen im Alltag sein: eine in Ruhe genossene Tasse Tee CHAi BiRDS, das gedankenverlorene aus dem Fenster schauen während einer Zugfahrt, eine Stunde auf der Parkbank oder im Café… Es gibt viele Gelegenheiten innezuhalten. Diesem Zeck soll auch das neu geschaffene Sinnesevent „Seelenbaden“ der Firma CHiA BiRDS aus Linz dienen- aber dazu später noch.

Erfahre hier wie Du einen Schritt näher zu Deinem persönlichen Seelenfrieden finden kannst.

ATMEN.

Der Atem ist die Brücke, die das Leben mit dem Bewusstsein und Deinem Körper mit Deinen Gedanken verbindet. Wenn Du merkst, dass Dein Geist sich zerstreut, fang ihn mit Deiner Atmung wieder ein.

Obwohl wir automatisch atmen, können wir unsere Atmung auch bewusst steuern, denn das ist eine der einfachsten Methoden, um den Fokus auf uns zu richten und unsere Emotionen ins Gleichgewicht zu bringen. Die meisten von uns atmen flach und einfach nur aus Gewohnheit. Wir atmen in der Regel zu häufig und nur mit dem oberen Teil unserer Lungen, allerdings würde es uns guttun, tief durchzuatmen und dabei die ganze Lunge mit Luft zu füllen. Die flache Art zu atmen ist enorm ermüdend, nicht nur weil wir unnötig muskuläre Energie aufwenden um ein- und auszuatmen sondern auch weil wir pro Atemzug nur wenig Sauerstoff aufnehmen. 

Es gibt viele körperliche Aktivitäten, die uns helfen unsere Atmung zu verbessern, sodass wir uns entspannen: singen, schwimmen, Tai-Chi, Yoga, spazieren gehen, ein Blasinstrument spielen. (Flöte, Posaune, etc,). Doch wenn du Deine Atmung verbesserst, wirst Du sofort merken, dass auch Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden, Deine mentale Verfassung und die Entspanntest, mit der Du dem Leben begegnest, sich verbessern.

„Wenn Du die Herausforderungen Deines Lebens meistern willst, leb im Moment, leb in der Atmung.“ Amai Ray.

:: Entspanne bewusst Deinen Nacken und lass Deine Schultern sinken. lass die Arme entspannt an den Seiten liegen, die Handflächen zeigen nach oben, Hände sind entspannt.

:: Atme lang und sanft durch die Nase, bis Du siehst, wie Dein Bauch sich hebt und senkt, und zähle dabei bis fünf.

:: Warte einen Moment, halte den Atem an, zähl dabei erneut bis fünf und atme dann durch den Mund aus, wieder langsam bis fünf zählend.

:: Versuche Deinen Kopf von allen Gedanken zu befreien, oder schliess Deine Augen und stell Dir einen Kieselstein vor, der in einem Teich langsam versinkt.

:: Wiederhole diesen Atemkreislauf zehnmal und beobachte, wie sich Deine Atmung verändert.

LOSLASSEN.

Je älter wir werden desto größer wird der emotionale Ballast, den wir mit uns herumtragen. All die Enttäuschungen und Verletzungen, die sich über die Jahre gesammelt haben.

Sie lösen sich nicht einfach in Luft auf. Meist begleiten sie uns noch viele Jahre. Manche sogar ein Leben lang. Die negativen Erfahrungen, die wir in der Vergangenheit gemacht haben führen dazu, dass wir misstrauischer und vorsichtiger werden. Sie können aber auch dazu führen, dass wir bestimmte Situationen und/oder Personen ganz meiden, dass wir nur noch einen eingeschränkten Lebensradius haben und womöglich sogar die Freude am Leben komplett verlieren. Und zwar immer dann wenn wir nicht loslassen können.

Hast Du schon einmal von Deinen Freunden den Ratschlag bekommen: „Du musst loslassen- schau nach vorne“? Recht haben sie vielleicht Deine Freunde, stellt sich nur die Frage: Was ist loslassen und wie gelingt das?

Loslassen ist eine Form der Anpassung an ein Ereignis oder eine Situation.

Was passiert beim Loslassen?

Loslassen ist reine „Kopfsache“. Es bedeutet im Grunde nichts weiter, als zu entscheiden, dass das Vergangene dich von nun an nicht mehr belasten soll. Es bedeutet zu akzeptieren, dass es so war, wie es war. Die Bereitschaft zu akzeptieren, dass die Dinge nicht immer so laufen, wie wir sie gerne hätten. Es geht darum die Vergangenheit als ein Teil Deiner Geschichte zu akzeptieren und neu anzufangen. Abzuschliessen und aktiv nach vorne zu schauen.

Es wird bestimmt nicht sofort gelingen. Aber Du kannst Schritt für Schritt dich auf Dein Ziel zubewegen, bis das Ereignis zu verblassen beginn. DU solltest nachsichtig und liebevoll mit Dir umgehen. Sich von Verletzungen frei zu machen ist ein großer Schritt und das braucht Zeit.

LEBEN. HIER UND JETZT.

Achtsamkeit bedeutet, im Moment zu leben. Es geht nicht darum, dass, was Du gerade tust, zu unterbrechen, sondern darum, dass Du Dir die Zeit nimmst Dich ganz und gar darauf zu konzentrieren und es zu geniessen- ob Du gerade kochst, einen Essay schreibst, mit Freunden sprichst, einem Kind eine Geschichte vorliest oder spazieren gehst. Nur so kannst Du dich voll auf die Erfahrung einlassen, sie als wertvoll und nicht als Opfer Deiner kostbaren Zeit zu empfinden.

Bist Du deprimiert, dann lebst Du in der Vergangenheit. Bist Du ängstlich, dann lebst Du in der Zukunft. Ist Frieden in Dir, dann bist Du in der Gegenwart. Laozi .

DIE ZEIT VERGESSEN. 

Wann hast Du das letzte mal die Zeit vergessen? Wann warst Du zum letzten Mal nicht in einem Terminplan eingebunden? Kannst Du Dich an das letzte Mal erinnern, als Du nicht in Eile warst oder Dir Sorgen gemacht hast, Du könntest für den nächsten Punkt auf Deiner Liste zu spät dran sein? Kommt dir das bekannt vor? Dann hast Du es mit dem absoluten Gegenteil von Ausgeglichenheit zu tun und es wäre ratsam, einen Moment innezuhalten.

SEIN STATT TUN.

Wir sind sehr vom TUN bestimmt. Doch es lohnt sich, hin und wieder einfach nur im Moment zu sein. Manchmal ist es eine Vermeidungstaktik, sich unerbittlich mit allen möglichen Aktivitäten auf Trab zu halten; es ist der Versuch, uns verbunden zu fühlen, obwohl wir uns durch permanente Beschäftigung isolieren, das Beste im Leben verpassen und uns damit auch noch stressen. Wenn Du dein TUN aber überprüfst, dann spürst Du, wie wertvoll es ist, sich in Ruhe und mit ganzem Herzen dem Moment zu widmen. Es ist absolut in Ordnung, innezuhalten, und sich Zeit zu nehmen: Gib Dir selbst die Erlaubnis dazu, denn damit tust Du den ersten Schritt in Richtung achtsames Leben. Beobachte wie kleine Kinder etwas entdecken: einen Kieselstein, die Spiegelung in einer Pfütze, ein Laubblatt, Fingerfarbe oder neue Schuhe, sie gehen vollkommen in der Erfahrung auf. Erinnere Dich, wie Du Dich mit solchen Dingen gefühlt hast, und versuche, diese Gefühle wieder wachzurufen. Alles was Du denkst, was Du sagst, was Du tust: All das trägt Deine Handschrift.

Wenn ich sechs Stunden Zeit hätte einen Baum zu fällen, würde ich vier Stunden die Axt schleifen.

Abraham Lincoln.


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