Superfoods sind besonders reich an natürlichen Nährstoffen – sie liefern davon mehr als gewöhnliche Nahrungsmittel. Fast automatisch verbinden wir damit tropische Beeren, wie Acai, geheimnisvolle Knollen, wie Maca, oder außergewöhnliche Algen, wie Spirulina.

Doch wir müssen, um ein echtes Superfood zu finden, nicht immer außerhalb unseres Landes fündig werden, sondern können dieses sogar im eigenen  Garten finden oder wachsen lassen.

Neben Petersilie, Löwenzahn und Brennnessel erblicken wir beispielsweise Rote Beete. Auch Salbei ist reich an Mineralstoffen und ätherischen Ölen. Superfoods direkt aus unserem Garten! Ist das nicht toll? Es muss keine langen Wege im Flugzeug, keine beschwerlichen Schifffahrten zurücklegen, um uns Energie zu liefern, um unsere Gesundheit zu stärken. Und das war noch nicht alles!

Eines unserer Lieblingssuperfoods finden wir ebenfalls im heimischen Gemüsebeet: den Kohl.

Viele von Ihnen, besonders diejenigen aus dem hohen Norden, werden nun vielleicht skeptisch die Stirn runzeln. Kohl???

Kohl, vor allem der Grünkohl, gilt in Norddeutschland als traditionelles Winteressen. Bereits seit Urzeiten wird dieser dort als Beilage zu Pinkel, Bregenwurst oder karamellisierten Kartoffeln serviert.

Und ebendieser Kohl soll nun ein Superfood sein? – Ganz genau!

Kohl im Allgemeinen – egal ob Weiß, Schwarz oder Grün – weist einen hohen Anteil an Ballaststoffen auf und ist reich an den Vitaminen A, B, C und K. Mineralstoffe sind en masse vorhanden und auch die Spurenelemente Phosphor, Eisen und Mangan befinden sich in großen Mengen in den hübschen grünen Kohlköpfen.

Ob unsere Ur-, Ur-, Urgroßeltern dies bereits erkannt hatten, als sie ihrem Nachwuchs mit großem Eifer Kohlsuppen, -eintöpfe oder oben genannte Spezialitäten auftischten? Oder sind vielleicht gerade diese traditionellen, üblicherweise eher schweren und fettigen Speisen die Ursache, dass der Kohl bei uns als Superfood nicht ernst genommen wird?

Superfoods werden doch typischerweise in Müslis eingearbeitet oder in Smoothies gegeben, richtig?

Wir geben zu, Kohl in einem Müsli ist vielleicht nicht so schmackhaft. Jedoch einen Smoothie kann man damit ohne Weiteres zubereiten – und dieser schmeckt dabei noch ganz wunderbar!

Sie glauben uns nicht? – Probieren Sie es:

Wir nehmen

• 2-3 Handvoll Spinat
• einige Blätter Grün- oder Schwarzkohl
• 3 kleine Äpfel
• 1 Banane
• 1 Dattel
• Saft von1/2 Zitrone
• 1 TL Himalaya-Salz
• Wasser nach Belieben

Das alles werfen wir zusammen in einen Mixer und tada – fertig ist unser Superfood-Smoothie mit heimischem Kohl!

Unsere neuste Entdeckung: Kohl als Snack für zwischendurch!

Wir ersetzen unser Popcorn, unsere Kartoffelchips und unsere salzigen Erdnüsse durch Grünkohl Chips – und kriegen nicht genug davon! Knusprig und lecker stehen sie normalen Knabbereien in nichts nach. Es gibt sie in verschiedenen Sorten, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist: Meine beste Freundin liebt die getrockneten Grünkohlblätter mit Purple Corn, für meine Schwester geht nichts über die mit Baobab angereicherte Sorte, meine Lieblingschips sind Kale-Wasabi – und mein Freund? – Der wird früher oder später auch noch bekehrt werden! Denn was gibt es denn Besseres als vor dem Fernseher Chips zu knabbern und das nicht nur ohne schlechtes Gewissen: Wir können uns auf die Schulter klopfen, denn während wir gebannt auf den Bildschirm starren, tun wir uns auch noch etwas Gutes!

Der Kohl hat seine Staubschicht damit absolut nicht verdient – er ist ein wahres Superfood!

www.facebook.com/chiabirds

Previous post

Iskiate. Das Powergetränk der Tarahumara.

Next post

Wie wirkt sich zu wenig Sex auf den Körper aus?

No Comment

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.